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Jüdische Geschichte und Kultur
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Lilly Maier

Lilly Maier, M.A.

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Doktorandin

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Titel der Arbeit: Mutige Frauen: Die vergessenen Helferinnen und Retterinnen von Juden während der Shoa.

Promotionsvorhaben:Rund sechs Millionen Juden wurden während der Shoa von den Nationalsozialisten ermordet. Einige zehntausend jedoch konnten gerettet werden – dank des Engagements von Menschen, die ihr eigenes Leben riskierten, um zu helfen: Frauen und Männer, die verfolgte Juden in ihren Wohnungen oder auf ihren Bauernhöfen versteckten, ihnen falsche Papiere besorgten oder sie außer Landes schmuggelten. Die israelische Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat dafür 26.513 Menschen den Ehrentitel „Gerechte unter den Völkern“ verliehen (Stand 2017).

Nur eine Handvoll dieser Menschen sind heute öffentlich bekannt – und die wenigen, die man kennt, sind zumeist Männer. Frauen, die Juden halfen oder retteten, sind hingegen im Nebel der Geschichte verborgen. Und das, obwohl laut Statistiken von Yad Vashem mehr als die Hälfe aller Retter keine Retter, sondern Retterinnen waren. Yad Vashem nennt diese Frauen „Women of Valor“, also Frauen der Tapferkeit.

Mein Dissertationsprojekt vergleicht exemplarisch sieben Biographien von Retterinnen, um die verschiedenen Arten der Rettung durch Frauen darzustellen und um dem Übergewicht an Arbeiten zu männlichen Rettern eine Analyse entgegenzusetzen. Des Weiteren soll der Frage nachgegangen werden, warum diese Frauen in der Erinnerungskultur bis jetzt vernachlässigt wurden.

Erstbetreuer:  Prof. Dr. Michael Brenner // Zweitbetreuer: Prof. Dr. Mirjam Zadoff

Hauptfach: Neuere und Neueste Geschichte