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Jüdische Geschichte und Kultur
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Vor der Stadt - Die Beziehungen der jüdischen Vorstadtgemeinden zur Reichsstadt Augsburg in der Frühen Neuzeit

Prof. Dr. Sabine Ullmann (Universität Eichstätt)

25.11.2019

Augsburg und sein Umland waren bis zu den Zerstörungen im Nationalsozialismus über viele Jahrhunderte ein wichtiger Raum jüdischen Lebens in Deutschland. Nach dem Ende des urbanen mittelalterlichen Judentums in der Reichsstadt in Folge des Ausweisungsbeschlusses des Rates im Juli 1438 konnten sich hier mehrere Gemeinden bereits im 16. Jahrhundert wieder etablieren – allerdings nicht mehr innerhalb der Stadtmauern, sehr wohl aber im unmittelbaren Umfeld. Der Vortrag beschreibt die jüdischen Erwerbsweisen und Sozialstrukturen in diesen Dörfern und geht dabei insbesondere auf die wechselhafte Politik des reichsstädtischen Rates ein: Weder konnte man den jüdischen Handel gänzlich unterbinden, noch wäre das wirklich erstrebenswert gewesen, denn die Händler aus den Vorstadtgemeinden erfüllten über ihren Kleinkredit- und Pfandhandel sowie ihren Warenhandel wichtige Funktionen im Wirtschaftsleben der Stadt. Darüber hinaus werden die sozialen Folgen dieser vielschichtigen ökonomischen Kontakte zwischen den jüdischen Händlern und der nichtjüdischen Stadtbevölkerung diskutiert.

 

Der Vortrag findet statt
um 19:00 Uhr
im Raum K 201
im Historicum der LMU München